«The HEARbeiT of Worship» – Arbeit als Form des Gottesdienstes

Arbeit endet nicht um 17 oder 18 Uhr. Jede Handlung, jedes Wort kann Gott verherrlichen, sei es im Büro, auf der Baustelle oder im Geschäft. Arbeit ist kein Widerspruch zur Anbetung, sondern Ausdruck davon.
Envato / witsaruts
Ehre sei Gott auch am Arbeitsplatz (Symbolbild)

Manche zählen die Tage bis zum Wochenende. Diese freien Tage können sich wie Flucht anfühlen, eine Pause nach dem Schuften, den Deadlines und den endlosen To-Do-Listen. Wir kommen zur Ruhe und verbringen Zeit mit unseren Liebsten. All das ist gut und notwendig. Doch die Vorfreude aufs Wochenende kann auch vom Glauben her kommen, dass die Arbeit eine Last ist.

Was wäre, wenn sich diese Perspektive ändern liesse? Wir haben gelernt, die Arbeit vor allem als Tauschgeschäft anzusehen. Einsatz gegen Einkommen, Stunden gegen Geld. Etwas, das man aushalten muss, nicht etwas, das man liebt.

Sinn und Aufgabe

Doch Arbeit ist weit mehr als das. Von Anfang an hat Gott Arbeit als Segen geschaffen, nicht als Bürde. Noch bevor die Sünde in die Welt kam, bestellte Adam bereits den Garten Eden (Die Bibel, 1. Mose Kapitel 2, Vers 15). Arbeit war keine Strafe, sie bedeutete Sinn und Aufgabe.

Die Möglichkeit, unsere Fähigkeiten, Kreativität und Energie einzusetzen, um anderen zu dienen, ist ein Vorrecht; eine Form des Gottesdienstes (1. Petrus Kapitel 4, Verse 10–11; Römer Kapitel 12, Vers 1; Epheser Kapitel 2, Vers 10).

Anstatt unsere Arbeit als endlose Pflichterfüllung für Vorgesetzte oder schwierige Kollegen zu sehen, sind wir eingeladen, jede Aufgabe – gross oder klein – als Dienst für den Herrn zu betrachten. Kolosser Kapitel 3, Vers 23 erinnert uns: «Denkt bei allem daran, dass ihr letztlich für ihn und nicht für die Menschen arbeitet.»

«The HEARbeiT of Worship»

Stell dir vor: Wie würdest du arbeiten, wenn der Premierminister oder ein König dich beobachten würde? Und jetzt geh noch einen Schritt weiter: Wie würdest du arbeiten, wenn du wüsstest, dass der König aller Könige, der Herr aller Herren, der Schöpfer des Universums dir persönlich (und mit Wohlwollen!) zuschaut? Du würdest wahrscheinlich mit Freude und Hingabe drangehen.

Das bedeutet: Exzellenz hat nichts damit zu tun, Vorgesetzte zu beeindrucken oder Beförderungen hinterherzujagen, sondern Gott zu ehren. Wenn wir Arbeit als Gottesdienst verstehen (weltexklusiv erfindet Livenet an dieser Stelle die Wendung «The HEARbeiT of Worship», zusammengestellt aus dem Worship-Klassiker «The Heart of Worship» und dem Wort «Arbeit»), können selbst alltägliche Aufgaben eine ewige Bedeutung bekommen. Ob wir ein Team leiten, Kinder betreuen, studieren, gestalten, dienen oder putzen… jede Tätigkeit wird heilig, wenn sie mit der richtigen Herzenseinstellung getan wird.

Stets im Dienst

Die Wahrheit ist: Die Arbeit eines Christen beginnt und endet nicht mit festen Arbeitszeiten. Unser ganzes Leben ist ein Dienst. Jede Handlung, jedes Wort, jede Geste der Freundlichkeit und Aufrichtigkeit – ob bezahlt oder unbeachtet, sichtbar oder verborgen – kann Gott verherrlichen und andere näher zu ihm führen (1. Korinther Kapitel 10, Vers 31; Kolosser Kapitel 3, Vers 17; Matthäus Kapitel 5, Verse 14 bis 16; Galater Kapitel 6, Verse 9 bis 10).

Das ist der Auftrag, den Jesus uns gegeben hat; nämlich so zu leben, dass andere ihn in uns erkennen und ihm nachfolgen. Und es gibt keine grössere Aufgabe für einen Christen als diese (Matthäus Kapitel 28, Verse 19 bis 20).

Arbeit ist nicht der Feind der Ruhe – sie ist eine Form des Gottesdienstes.

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