Unter dem Begriff «Religion» versammeln sich unterschiedliche Weltanschauungen. Der Begriff «Religion» hat zwei mögliche Ursprünge: Er kann bedeuten, Regeln und Vorschriften genau zu befolgen («Relegere») oder die Rückbindung des Menschen an Gott bezeichnen («Religare»).
In beiden Fällen versucht der Mensch, sich Gott zu nähern – durch eigenes Tun und eigene Anstrengung.
Jesus in anderen Religionen
Viele Religionen würdigen Jesus – auf unterschiedliche Weise.
Für Muslime ist Jesus ein bedeutender Prophet (Isa) und wird im Koran als einziger Mensch ohne Sünde beschrieben (Sure 19,19), als Wort und Geist Gottes, der schon als Kind Vögel aus Ton formte, ihnen Leben einhauchte und sie davonfliegen liess. Muslime glauben jedoch nicht, dass er Gottes Sohn ist oder am Kreuz starb, um Menschen mit Gott zu versöhnen.
Im Judentum wird Jesus als historischer Jude, Lehrer und Wanderprediger gesehen. Nach jüdischem Glauben können Menschen nicht göttlich sein, daher ist Jesus für Juden nicht der Sohn Gottes.
Im Buddhismus gilt Jesus als weiser Lehrer, ethisches Vorbild. Buddha soll seinem Lieblingsjünger auf dem Sterbebett gesagt haben, dass seine unvollkommene Lehre 500 Jahre Bestand haben werde, um dann von einer vollkommenen Lehre abgelöst zu werden. Er lebte 500 Jahre vor Christus.
Manche Hinduisten sehen Jesus als volle Manifestation der göttlichen Weisheit, ein Meister-Yogi, der als Avatar auf die Erde kam, sein Blut aus Liebe vergoss, damit wir ein Christus werden können – die höchste Stufe des Gottesbewusstseins.
Jesus im Christentum
Das Christentum beginnt mit Jesus von Nazareth und besagt, dass er Gottes Sohn ist. Christen glauben, dass Gott das Universum und die Erde mit allem Leben darauf erschaffen hat. Auch wenn Menschen sich von Gott abgewendet haben, bleibt seine Liebe bestehen.
In Jesus kam Gott als Mensch auf die Erde.
Jesus sprach von einem Gott, der Menschen annimmt, wiederherstellt und ihnen eine neue Perspektive schenkt. Er zeigte, dass niemand ausgeschlossen ist und dass Liebe stärker ist als Angst, Schuld oder Versagen.
Im Kern sagt das Christentum: Gott möchte mit Menschen in Verbindung sein. Sie sollen sich gesehen, wertgeachtet und geliebt wissen.
Zentral im christlichen Glauben ist, dass Jesus die Konsequenz der Abkehr des Menschen von Gott – den Tod – auf sich genommen hat. Er wurde gekreuzigt und von Gott wieder zum Leben erweckt. Allen Menschen, die an ihn glauben, bietet Jesus Vergebung an. Diese Versöhnung mit Gott ist kein Lohn für gute Leistung, sondern ein Geschenk, das einen Neuanfang ermöglicht.
Christen streben ein Leben an, das sich an Liebe, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit orientiert – am Beispiel von Jesus. Gemeinschaft untereinander, Gebet und die Lektüre der Bibel stärken die Freundschaft mit Gott und das Herz für die Mitmenschen.
Am Ende steht die Hoffnung und Gottes Zusage auf ein Leben nach dem Tod – ohne Leid, Neid, Schmerz, Hass und Gewalt: ewige Gemeinschaft und Frieden mit Gott und seiner weltweiten Familie.
In Religionen sucht der Mensch den Weg zu Gott. Bei Jesus ist es umgekehrt, er kam zu uns!
Im Evangelium kommt Gott selbst zum Menschen. Das Wort «Evangelium» bedeutet «Frohe Botschaft». Diese Botschaft lautet: Du musst dich nicht zu Gott hocharbeiten. Gott streckt dir in Jesus die Hand entgegen.
Viele Religionen würdigen Jesus und sagen: «Er ist ein Weg.» Jesus sagt: «Ich bin der Weg.»
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