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Michael Ray Lewis

Doku über Belege für Gott – Von ehemaligem Atheisten und Horrorfilm-Regisseur

Kurz vor Weihnachten hat ein ehemaliger Atheist, der zum Christentum gefunden hat, eine Doku veröffentlicht, die sich an Gläubige und Skeptiker richtet. Sie betont, dass Wissenschaft den Glauben an Gott nicht untergräbt, sondern auf ihn hinweist.

«Universe Designed» ist auf allen grossen digitalen Plattformen wie «Apple», «Amazon», «Google» und vielen mehr erschienen. Der Doku-Film untersucht das Zusammenspiel von Wissenschaft, Philosophie und christlichem Glauben. Er vertritt die These, dass das Universum selbst deutliche Spuren eines bewussten Designs trägt.

Regie führte Michael Ray Lewis, ein ehemaliger Atheist, dessen persönliche Suche nach Beweisen die Grundlage des Projekts bildete. Zu Wort kommen zudem führende christliche Denker wie Frank Turek, Sean McDowell und Alisa Childers: «Als Atheist war eine meiner grössten Frustrationen gegenüber Christen, dass sie oft einfach behaupteten, ihr Glaube sei wahr, ohne je zu erklären, warum sie das glaubten», sagte Michael Ray Lewis, Leiter von «Turtle Moon Films». «Es fühlte sich eher so an, als würde man mir predigen, statt mit mir zu argumentieren.»

Warum das christliche Weltbild trägt

«Deshalb wollte ich beim Film einen langsamen, methodischen Ansatz verfolgen – etwas, das sich für Skeptiker weder konfrontativ noch belehrend anfühlt», so Michael Ray Lewis weiter. «Ich wollte, dass die Zuschauer das Gefühl haben, auf eine nachdenkliche Reise mitgenommen zu werden, die bei den grossen Fragen des Lebens beginnt und dann zeigt, warum das christliche Weltbild tatsächlich trägt.»

Suchende sind eingeladen, eine Beziehung zum Schöpfer des Universums zu erkunden. Und darüber hinaus: «Viele Christen sind nie mit den starken Belegen in Berührung gekommen, die den Glauben an Gott stützen. Diese Dokumentation fasst diese Argumente zusammen und ermutigt die Zuschauer zugleich, sich mit den Grundlagen ihres Glaubens auseinanderzusetzen.»

Suche begann im Wohnzimmer

Sein eigener Weg zum Glauben begann nicht in einem Hörsaal oder Labor, sondern im Wohnzimmer. Aus Liebe zu seiner Frau erklärte er sich bereit, mit ihr in die Kirche zu gehen, auch wenn sein Skeptizismus ungebrochen blieb: «Für mich änderte sich alles an dem Tag, als meine Frau nach Hause kam und sagte: ‘Ich habe das Gefühl, Jesus ruft mich zurück!’ Ich dachte nur: ‘Oh nein … jetzt geht es los. Ich glaubte nicht an Gott, und meine Begegnungen mit Christen an Strassenecken hatten ein sehr negatives Bild geprägt.’»

In der Gemeinde sah er sich um und dachte: «Na gut, diese Christen sind gar nicht so schlimm, wie ich dachte. Ich verstand, warum Menschen darin Hoffnung fanden, aber ich glaubte nicht, dass irgendetwas davon wirklich wahr ist.»

«Ich war es leid …»

«Irgendwann war ich es leid, hinzugehen, und ich beschloss, dass der schnellste Weg hinaus darin bestand, meiner Frau zu beweisen, dass das Christentum nicht wahr ist. Ich stellte ihr schwierige Fragen, auf die sie keine Antworten hatte. Doch egal, wie viele Einwände ich vorbrachte – sie blieb absolut von ihrem Glauben überzeugt.»

Ein entscheidender Wendepunkt kam unerwartet, als Michael Ray Lewis auf einen Online-Vortrag stiess. Diese Entdeckung löste jahrelange intensive Studien in wissenschaftlichen und historischen Disziplinen aus: «Eines Tages tauchte in meinem YouTube-Feed ein Video auf: Ein Vortrag des Astrophysikers Hugh Ross, der die Schöpfungstage in der Genesis aus wissenschaftlicher Perspektive erklärte.»

Zum ersten Mal sah er, «dass der biblische Schöpfungsbericht tatsächlich mit dem übereinstimmt, was wir in der Wissenschaft beobachten. Das hat meine Aufmerksamkeit geweckt. Das löste eine dreijährige Reise intensiver Forschung in Kosmologie, Biologie, Philosophie und Geschichte aus», so Lewis weiter. «Diese Reise führte mich schliesslich zu der Erkenntnis, dass das Christentum die beste Erklärung für die Realität bietet, in der wir leben.»

Davor drehte er Horror-Filme

Bevor er Christ wurde, machte Michael Ray Lewis Karriere als unabhängiger Filmemacher und produzierte vor allem Low-Budget-Horrorfilme. Doch nachdem er Jesus gefunden hatte, änderten sich sein Blick auf das Leben und sein filmischer Weg grundlegend. «Als ich mein Leben Jesus übergab, wusste ich, dass das nicht mehr der Ort war, an dem ich sein sollte. Ich wollte etwas schaffen, das Bedeutung hat – etwas für das Reich Gottes.»

Vielen glaubensbasierten Filmen fehlte es früher aus seiner Sicht sowohl an Qualität als auch an Tiefe. «Ich sprach mit meiner Frau darüber und ihre Idee war: ‘Warum machst du nicht eine Dokumentation, die anderen die Belege zeigt, die dich überzeugt haben?‘ Das war der Funke, aus dem schliesslich ‘Universe Designed’ entstand.»

Einst selbst Skeptiker

Sein Hintergrund als Skeptiker prägte laut Michael Ray Lewis massgeblich den Umgang des Films mit Zuschauern, die Zweifel oder Einwände gegenüber dem Glauben haben. Immer wieder habe er den Film aus der Perspektive betrachtet, die er selbst einst hatte: «Während der gesamten Produktion fragte ich mich ständig: Wenn ich noch Atheist wäre, wie würde ich auf diesen Film reagieren? Diese Perspektive hat alles geprägt.»

Auch wenn der Film die Frage «Gibt es Gott?» klar bejaht, betonte Lewis, dass der Begriff «Beweis» sorgfältig verstanden werden müsse: «Das Wort ‘Beweis’ kann leicht missverstanden werden. In einem strengen philosophischen Sinn kann man nichts absolut beweisen. Stattdessen mache ich im Film eine bescheidenere und genauere Aussage: Gott ist die beste Erklärung für die Realität, in der wir uns befinden. Kein Weltbild erklärt Ursprung, Struktur, Feinabstimmung, Sinn und die moralische Dimension der Wirklichkeit so schlüssig wie das christliche Weltbild.»

Heute ist Lewis als christlicher Apologet überzeugt, dass moderne wissenschaftliche Entdeckungen den Glauben zunehmend stützen, statt ihn zu widerlegen.

Feinabstimmung überzeugte

«Wenn Menschen sagen, die Wissenschaft mache das Christentum irrelevant oder unvereinbar, liegt das meist daran, dass sie nicht tief genug hingeschaut haben», so Michael Ray Lewis weiter. «Viele der bedeutendsten wissenschaftlichen Entdeckungen – besonders im letzten Jahrhundert – weisen stark auf einen Schöpfer hin.»

Er ergänzt: «Vom Anfang des Universums über die Feinabstimmung der physikalischen Gesetze bis hin zum informationsreichen Design der DNA deutet alles auf Absicht, Zweck und einen Geist hinter dem Universum hin. ‘Universe Designed’ hebt einige dieser Entdeckungen auf klare und zugängliche Weise hervor.»

Von allen Argumenten habe die kosmische Feinabstimmung den grössten Einfluss auf sein Denken gehabt, sagte Lewis. Er verwies dabei auf die «fundamentalen Konstanten, Grössen und Parameter, die auf aussergewöhnlich präzise Werte eingestellt sein müssen, damit Leben existieren kann.»

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