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Ariana untersützt trotz der Unsicherheit im neuen Land afghanische Flüchtlingsfrauen (Symbolbild)

Ein Zeugnis aus Afghanistan – Von der Angst in die Freiheit

Ohne es zu wissen, heiratete Ariana einen heimlichen Christen in Afghanistan. Sie mussten in ein anderes Land fliehen, wo Ariana heute einen besonderen Dienst ausübt.

Als kleines Mädchen in Afghanistan hatte Ariana (Name geändert) keine andere Wahl, als zu schweigen und den Anweisungen der Männer in ihrer Familie zu gehorchen. Um ihrem bedrückenden Alltag zu entfliehen, schaute Ariana sich indische Bollywood-Filme an. Die Frauen darin waren schön und frei, sie sangen, tanzten und verliebten sich. Und genau das passierte auch Ariana: Sie verliebte sich.

Als aber ihre Tante einen Liebesbrief dieses Jungen entdeckte, wussten alle im Dorf die Wahrheit und Schande kam über die Familie. Denn in dieser Kultur ist es undenkbar, dass ein junges Mädchen einen Verliebten hat. Arianas Bruder drohte ihr mit dem Tod. «Er kam mit einem langen Messer vor unser Haus, um mich zu töten.» Um Schlimmeres zu verhindern, verheirateten Arianas Eltern sie schnell mit dem Jungen. Ohne es zu wissen – und nur weil sie sich verliebt hatte – wurde Ariana Teil einer Familie von heimlichen Christen! Ariana meinte: «Als kleines Mädchen hatte ich keine Ahnung, dass es neben dem Islam noch eine andere Religion namens Christentum gab. Ein Nicht-Muslim war einfach ein Ungläubiger.»

Eine Granate mitten in der Nacht

Ein Russe hatte während seines Aufenthalts in Afghanistan Arianas Schwiegerfamilie von Jesus Christus erzählt, und seitdem betete diese Familie heimlich den Herrn Jesus an. Ein Geheimnis, das schliesslich ans Licht kam: Eines Tages warfen Dorfbewohner um zwei Uhr morgens eine Granate in ihr Haus und töteten Arianas Schwager. An diesem Tag floh die Familie sofort in ein Nachbarland in Zentralasien.

In diesem neuen Land entschied sich Ariana, die bis dahin fromme Muslima war, mit ihrem Mann in die Kirche zu gehen, weil sie ihn sehr liebte. So führten sie die Freundlichkeit und Liebe, die Ariana von ihrer Schwiegerfamilie erfuhr, zu Jesus. Doch die Angst verschwand nicht aus ihrem Leben.

Morddrohungen

Ihr Bruder rief sie an: «Ich habe gehört, dass du deine Religion verraten hast, um Christin zu werden. Wenn sie dich dazu gezwungen haben, werde ich dich retten kommen. Aber wenn du wirklich deine Religion verraten hast, werde ich dich töten, um die Schande dieser Entehrung zu tilgen.»

Da Ariana keine offiziellen Papiere hat, läuft sie jederzeit Gefahr, bei den Behörden angezeigt und nach Afghanistan abgeschoben zu werden – wodurch ihr Bruder seine Morddrohung wahr machen könnte.

Ruhe und Trost

Trotz der Angst und Unsicherheit leistet Ariana heute in ihrem neuen Land einen wundervollen Dienst. Sie besucht afghanische Flüchtlingsfrauen, die ebenfalls in Angst vor der Abschiebung leben. Sie tröstet sie mit dem Wort Gottes, auch wenn sie Muslimas sind. «Alle Frauen, die ich treffe, sagen dasselbe: ‹Wenn du kommst, sind wir in Frieden.› Ich weiss, dass das nicht mir zu verdanken ist, sondern der Gegenwart Gottes in mir. Sie werden ruhig, und ich auch. Ihre Beziehung zu ihren Ehemännern verbessert sich, sie finden echten Trost.»

Ariana stützt sich in ihrem Dienst auf Römer Kapitel 8, Verse 35-39 und Matthäus Kapitel 28, Vers 19. «Die Kinder Gottes werden oft Verfolgung und Leiden erfahren, aber Gott ist immer bei uns. Ich möchte, dass andere Afghanen und Afghaninnen das Salz des Lebens kosten und das lebendige Wasser von Jesus trinken.»

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