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Laine und Steve Craft

Der Feind in meinem Bett – Wenn aus Liebe Hass wird

Es war romantisch wie im Märchen. Doch dann verwandelten sich die «Wolke Sieben»-Gefühle für Laine und Steve Craft in glühenden Hass. Dass die beiden trotz tiefer Krise heute wieder glücklich miteinander sind, schreiben sie dem Glauben an Gott zu.

«Wir waren so verliebt ineinander. Gleich nach dem College heirateten wir und machten uns selbstständig», erinnert sich Laine. Steve gründete eine Bohrfirma. Das frischvermählte Ehepaar hoffte jeden Tag, dass Steve bei seinen Bohrungen auf Öl stossen würde. Doch 40 von 42 Versuchen ergaben gar nichts. Und der Ölpreis war zu jener Zeit sehr niedrig.

Laine Craft: «Von Anfang an hatten wir in unserer Ehe mit Herausforderungen zu kämpfen. Finanziell versuchte ich, uns über Wasser zu halten, aber auch emotional war es schwer. Wir bekamen drei Kinder, eines davon sehr krank. Unser Alltag war alles andere als rosarot.»

Sticheleien gesät, Missgunst geerntet

«Es ist ein langsamer Prozess. Man merkt gar nicht, wie man sich auseinanderlebt», erzählt Steve. «Und irgendwann steht man dann vor der Waschmaschine, ärgert sich über ein Paar Socken und hasst seine Frau dafür. Das ist das Ende. Auch wegen des finanziellen Drucks stritten wir ständig. Jeder von uns fühlte sich benachteiligt. Wir fingen an, uns vorzurechnen, wer was tut, das zerstörte unsere Ehe. Meine Frau erzählte allen, dass sie es liebt, mich zu hassen. Für mich war sie zu einem Teufel geworden.»

Und als auch noch Steves Firma pleite ging, schien alles aus zu sein. Er blickt auf diese schlimme Zeit zurück: «Nach 17 Jahren Kampf und harter Arbeit wollte uns die Bank kein Geld mehr leihen. Zur selben Zeit starb mein Vater. Ich war wirklich am Ende.» 

Letzter Ausweg: Gott

Steve war so hoffnungslos, dass er anfing zu beten. «Ich flehte Gott an, dass er mir zeigt, wie ich weiter machen soll. Ich war inzwischen bereit, die Firma zu einem Spottpreis von 50'000 Dollar zu verkaufen, aber ich fand keine Kraft dazu. Nur bei dem Gedanken daran, dass Gott mich in seiner Hand hält, fand ich Trost. Und es war als würde Gott sagen, ich soll die Firma einfach mal ruhen lassen und mich stattdessen auf meine Familie konzentrieren.»

Auch Laine wandte sich mit letzter Kraft an Gott. «Ich fing an, in die Kirche zu gehen. Dort hörte ich zum ersten Mal in meinem Leben von Gnade. Ich war in meinen 37 Jahren noch nicht mal auf die Idee gekommen, jemandem zu vergeben. Doch jetzt erlebte ich plötzlich Gottes Liebe und seine unverdiente Gnade. Je mehr Zeit ich mit Gott verbrachte, umso weicher wurde mein Herz. Ich fing an, Steve mit anderen Augen zu sehen.»

Neuanfang

Die Anwälte waren bereits dabei, die Scheidung vorzubereiten, als Laine noch einmal das Gespräch mit Steve suchte. «Ich fragte: 'Bevor wir mit einem anderen Partner von vorne anfangen, wollen wir es nicht noch einmal ganz neu versuchen? Können wir einfach noch mal von vorn anfangen?' Gemeinsam gingen wir zur Seelsorge. Natürlich war nicht alles gleich wieder gut. Aber nach 18 Monaten konnten wir uns ansehen und einander vergeben. Wir hatten beide die unvorstellbare Gnade Gottes erlebt und das half uns, auch miteinander gnädig zu sein. Das war ein Wunder.»

Und Gott hielt noch ein Wunder bereit. Als Steve sein Leben und seine berufliche Zukunft ganz in Gottes Hände legte, tauchte ein Käufer auf. «Er bot mir 1,2 Millionen für meine Firma! Das war mal ein eindeutiger Unterschied zwischen meinem Plan und Gottes Weg...»

Steve ist heute überwältigt, wenn er an diese Wunder zurückdenkt: «Wenn ich heute auf mein Leben schaue, kann ich gar nicht glauben, wie gut Gott zu uns ist. Wir haben das nicht verdient. Ohne ihn wären wir geschiedene Leute, verletzt, gebrochen und kaputt. Unser Rezept für eine erfüllte Ehe ist: Wende dich an Gott, denn er macht alles neu.»

Dieser Artikel erschien im Oktober 2018 auf Livenet.ch.

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